Jetzt ist die Glasfaser da

Und das ging recht unspektakulär. Das ist schon ziemlich überraschend, denn oft habe ich nur von den Horror Stories zum Glasfaserausbau in Deutschland gehört.

Aber wie hat das hier angefangen? Eigentlich damit das wir im Juli 2025 mitbekommen haben das vor unserem Haus der Gehweg geöffnet und ein dickes orangenes Rohr ein paar cm unter die Gehwegplatten gelegt wurde.

Aber das hat ja nix zu bedeutet, oft passiert dann eine verdammt lange Zeit: nix!.

Dann habe ich doch mitbekommen das die Telekom hier bei uns Glasfaser ausbaut und auf der Website stand das man die Immobilie kostenlos anschließen kann. Na das ist mal ein Wort. Kostenlos den Wert der Immobilie steigern lassen, da sind wir dabei. Aber scheinbar auch als einzige in der Straße wenn ich das richtig beobachtet habe.

Also den Antrag ausgefüllt und abgeschickt. Im Februar 2026 stand dann die erste Begehung an, alles kein Problem, aber solange kein Vertrag da ist gibt es nur den Hausanschluss. Kein Thema erst mal schauen wie lange das dauert.

Erstaunlicherweise gar nicht mal so lange. Hausstich war Anfang Mai 2026, eine Woche später wurde der erste Übergabepunkt installiert.

Na läuft doch. Anfang August meldet sich die Telekom noch mal. Man möchte die fünf Wohneinheiten Anschließen. Also bei der ersten Begehung war davon noch nicht die Rede aber gut man hat halt das vorgehen geändert. Ist doch blöd wenn man für ein Haus mehrfach kommt. Recht haben Sie!

Und so hatten wir Ende August noch einen Termin um den Verteiler am still gelegten Kamin zu installieren und gestern kam dann ein Techniker und hat in gut 3 Stunden alle Wohneinheiten mit einer Glasfaserdose versehen. Super kompetenter Mann und hat auch Wünsche berücksichtigt bzgl. der Positionierung der Glasfaserdosen. Ein nein: einen speziellen Trick um die Kabel durch den Kamin zu fummeln gibt es nicht. Hab ich damals beim verlegen der COAX Leitung doch alles richtig gemacht.

Nun ist das Kabel drin und ich muss jetzt mal gucken wo ich das beste Angebot für den Anschluss bekommen. Und auch noch einen Glasfaser Router, Meine Güte sind diese Fritzboxen teuer geworden. Aber: 7 Monate vom Antrag bis zum Anschluss finde ich sehr gut.

Das einzige was genervt hat: sobald man den Anschluss beantragt, hat man diese unheimlich nervigen Direktvermarkter am Hals. Die versuchen einem irgendwelche Übergangsverträge aufzuschwatzen und verschaffen sich mit Sprüchen wie „ich komm vom Hauptnetzbetreiber“ Zugang zum Haus und terrorisieren die Mieter. Das hat mehrere Gespräche mit der Telekom gebraucht damit die hier nicht mehr auftauchen.

Und etwas was gut 30% der Wähler in Gelsenkirchen stinken wird: jeder Monteur etc. den wir hier hatten, hatte einen Migrationshintergrund! Ohne diese Menschen würde es auch in Sachen Glasfaserausbau, den wir dringend zum „Erhalt unseres Wohlstandes“ brauchen, keinen Millimeter voran gehen. Daran sollte man mal denken wenn man das nächste mal sein Kreuz auf dem Wahlzettel macht.

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