Corona Politik: Familien brauchen vor allem Planbarkeit und Verlässlichkeit

Und nun ist es wieder soweit: Die Kinder gehen doch nicht wie geplant nach den Osterferien wieder in den eingeschränkten Präsenzunterricht. Na gut mich überrascht das nicht. Das konnte ich mir schon vor den Ferien denken.

Schlimm ist nur das unsere Minister, ich schaue da auf Sie Frau Gebauer und sie Herrn Laschet, scheinbar nicht so viel Weitsicht besitzen. Dabei war es doch absehbar, bei ständig steigenden Infektionszahlen und fehlenden Konzepten zur Testung von Schulkindern.

Nun stehen wir da am Donnerstag Abend, am 08.04.21 und müssen wieder Organisieren das unsere Tochter beim Homeschooling betreut wird. Wenigstens erreicht uns (und die Schulen) die Nachricht nicht am Freitag Nachmittag. Da ich sonst im Aussendienst tätig bin und derzeit sowieso sehr viel Zeit im Homeoffice verbringe ist das machbar. Die sozialen Kontakte für meine Tochter die sie sonst in der Schule hat ersetzt das nicht. Aber gut es waren schon vorher nur zwei Tage pro Woche zu 3,5 Std. Das hinbringen und abholen war wohl komplizierter als das Homeschooling.

Und wenn ich so auf die Homepage unserer Schule schaue dann kann ich den sarkastischen Unterton der Schulleitung nur schwer überlesen. Denn es ist mal wieder so das in letzter Minute eine Entscheidung gefällt wurde und die Lehrkräfte und Schuldirektionen davon in der Presse erfahren, bevor Sie selbst informiert worden sind. Tut mir leid Frau Gebauer, aber eine solche Informationspolitik ist zum kotzen. In der Wirtschaft könnten Sie sich so etwas nicht erlauben. Für die engagierten Lehrerinnen und Lehrer tut es mir echt leid Sie als oberste Dienstherrin zu haben. Denn diese Leute müssen Ihrer Verfehlungen wieder ausbügeln.

Wissen Sie überhaupt was Familien in Zeiten der Pandemie brauchen? Planbarkeit und langfristige Verlässlichkeit in Ihren Entscheidungen. Frau Gebauer Sie haben nun über ein Jahr Zeit gehabt in Ihrem Ministerium Konzepte zu erarbeiten und Pläne zu schmieden. Passiert ist: NICHTS. Die meisten Maßnahmen wurden in den Schulen erarbeitet. Und nach einem Jahr können Sie sich auch nicht mehr damit raus reden das alles Überraschend kommt. Wir reiten von Welle zu Welle und das Prinzip ist inzwischen bekannt. Auch ich bin ein Befürworter des Präsenzunterrichtes allein wegen der wichtigen sozialen Komponente bei jüngeren Schülern wie meiner Tochter.

Aber wenn dies nicht möglich ist, da die Gefahr zu groß ist, dann muss man dies frühzeitig kommunizieren! Nun haben wir wieder den Fall das wir uns garantiert von Woche zu Woche darauf gefasst machen können zu hören wie es in den Schulen weitergeht. Ich weiss die derzeitige Schließung der Schulen gilt nur für eine Woche. Es tut mir leid aber wer glaubt Ihnen denn bitte noch?

Wenn Sie es nicht hinbekommen unsere Kinder sicher zur Schule gehen zu lassen, zum Beispiel bis zu den Sommerferien, dann sagen Sie es doch bitte. Gestehen Sie sich Ihr scheitern und Ihre Inkompetenz ein! Gestehen Sie den Eltern zu langfristig zu planen. Wir sind dazu in der Lage. Familien sind sowieso die am stärksten von der Pandemie belastete Bevölkerungsgruppe die den meisten Einschränkungen unterliegen, wir haben gelernt uns selber zu organisieren.

Und Herr Laschet, auch Sie lamentieren sich von Woche zu Woche um einen konsequenten Lockdown herum. Wer nimmt Sie bitte noch ernst. Ich hoffe Sie werden Kanzlerkandidat der CDU. Nein das ist kein Scherz, wirklich. So sind die Chancen nämlich höher das die CDU in der Regierung abgelöst wird.

Dann warten wir mal darauf was die nächsten Wochen uns so bringen.

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