heml.is, tox.im, whistle.im. Was ist daraus geworden?

Gute 8 Monate nach Anbruch der Ära Snowden ziehen wir mal ein wenig Bilanz was sich in Sachen Cryptomessenger getan hat.

Wir erinnern uns. Kurz nach Snowdens Veröffentlichungen schossen neue Projekte für vielversprechende Cryptomessenger aus dem Boden. Bloss nach so vielen kann man wohl sagen da gab es viel Rauch um nichts.

heml.is: Das Projekt hat eines an Geld eingesammelt. Seitdem gibt es zwar viele Unterhaltungen auf Twitter aber der Blog ist verwaist und eine ETA gibt es immer noch nicht.

tox.im: Der Skype Killer. Auch hier tut sich nicht viel. Die ToDo Liste ist noch verdammt lang und ein richtiges Release gibt es immer noch nicht.

whistle.im: Das Projekt einiger deutscher Studenten kann man wohl, nach vernichtenden Versäumnissen in der Cryptographie, als tot betrachten. Der letzte Facebook Eintrag ist vom November und war eher nach dem Motto: Wir haben keinen Bock aber machen weiter. Das ist genau dir richtige Einstellung!

Wenn vielleicht nicht jeder versuchen würde sein eigenes Süppchen zu kochen, dann würden wir vielleicht viel schneller zu einem besseren Ergebnis kommen. Wieso tun sich diese schlauen Leute nicht zusammen und bauen einen Messenger auf Basis von XMPP inkl. Jingle und einer Crypto auf Basis von SSL (CACert?) oder PGP. Dazu noch hübsche Clients für iOS, Android, Mac, Windows und Linux (Libs gibt es meistens) und man ist durch. Nimmt man XMPP als Basis kann jeder seinen eigenen Server hosten.

Aber damit kann man ja kein Geld verdienen 😉

3 thoughts to “heml.is, tox.im, whistle.im. Was ist daraus geworden?”

  1. Das sehe ich genauso. Und gibt es (mit GPG/PGP z.B.) auch gut entwickelte Cryptografien. Zurzeit sammle ich Infos von verschiedenen Stellen und würde gerne ein OpenSource Projekt starten. Vielleicht finden sich einige Interessierte, im „eigenen Süppchen“ alleine kann man ein solches Projekt schlecht stemmen.

    1. Das Problem hier ist ganz einfach das ein Projekt einfach viel zu schnell viel zu Aufwendig wird und das richtige Verschlüsselung nicht Trivial ist. Selbst wenn technicken wie GPG, OTR etc. schon existieren. Wie es richtig schnell schief gehen kann habe die Jungs hinter whistle.im ja gezeigt. Ausserdem muss ein solches Projekt um wirklich erfolgreich zu sein auf allen modernen Plattformen, vor allem auch Android und iOS vorhanden sein und am besten ohne zentralen Server auskommen. Das ist alles andere als leicht zu realisieren. Ich bin ja gespannt was bei Bittorrent Chat herauskommt. Problem dabei ist das es garantiert nicht Opensource wird, aber dafür haben die Jungs bei Bittorrent schon bewiesen das Sie problemlos Projekte stemmen die auch auf Mobilplattformen laufen, siehe Bittorrent Sync.

  2. Na ja sooo pessimistisch würde ich das ganze jetzt nicht sehen. Ich gebe Euch zwar durchaus recht, dass die eigenen Süppchen ein wenig mühselig sind, aber so ist das nun mal. Das kann auch sehr innovativ sein. Zwar kommen die Projekte nicht so voran, wie erwartet, aber gut Ding will Weile haben und twister, mailpile, trsst und tox.im sind immerhin schon mal sowas wie in Alpha. Wobei ich bei Tox.im finde, die Jungs sollten sich grafisch etwas mehr mühe geben. :o(. Ausserdem hat sich ja auch sonst viel getan. Da ist die Darkmail Allianz, Blackphone, Syme, Avatar,… Das ist mit den vorherigen alles hoch motivierte Leute. Und wenn es schief geht, dann steht man halt wieder auf, macht ein Lessons learned und beginnt wieder von neuem. Man sollte die Leute unterstützen. Das brauchen sie

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