Das neue MacBook oder das Gillette Prinzip auf Apple übertragen

Neben der Apple Watch gab es gestern noch eine Neuerung die Apple anzupreisen hatte.

Das Apple MacBook bekommt einen Nachfolger. Naja so ganz stimmt das nicht denn bekommt man ein MacBook Pro schon ab 1199€ so muss man für das MacBook (ohne Pro) schon 1449€ (okay inkl. Retina Display) auf den Tisch legen.

Wenn man sich anschaut was man dafür bekommt, dann muss man Apple für seinen Mut bewundern. Klar das neue MacBook ist 24% Schmaler als ein MacBook Air, aber sorry wer braucht das noch. Ich reise für die Arbeit sehr viel und selbst mein 13″ MacBook Air ist kompakt und leicht genug damit es mir nicht unangenehm auffällt.

Stattdessen wurde beim neuen MacBook abgespeckt wo es geht, die Idee dahinter wird mir nicht klar. Das Gerät hat keinen Kartenleser und ausser dem Kopfhörer Anschluss nur noch einen USB-C Schnittstelle über die alles passiert inkl. den Akku aufzuladen.

Das bedeutet das für alles ein Adapter benötigt wird, selbst um einen dämlichen USB Stick anzuschließen braucht man ein 19€ teures Kabel. Ein USB-C Ladekabel kostet 35€. Einen Adapter für einen externen Monitor inkl. USB A und USB C schlappe 89€. Jetzt kann man nur hoffen das Apple keine Vorkehrungen getroffen hat damit nur zertifizierte Kabel angeschlossen werden können.

Wenn man sich denk das die Produktionskosten solcher Adapter sicherlich nur im einstelligen Euro Bereich liegen kann man sich denken wie hoch die Marge für Apple ist.

Was mir unklar ist, warum hat man noch eine Kopfhörerbuchse eingebaut. Sollen die Leute doch Bluetooth Kopfhörer von Beats Audio verwenden. Den hätte man doch bestimmt auch noch mit einem saftigen MacBook Aufpreis anbieten können, mit dem Apfel auf der Seite statt dem Beats Logo. Ein paar Spinner die es kaufen gibt es bestimmt.

An andere Stelle wurde angemerkt das es beim ersten MacBook Air auch nicht anders war. Bei der ersten Generation musste man auch viele Kompromisse eingehen. Aber muss man das heute noch?

Die Hardwareaustattung des neuen MacBook ist vor allem im CPU Bereich so schwach das es eigentlich nur eine komfortable Maschine zum surfen, mailen und Youtube Videos gucken ist. Aber muss man dafür 1449€ ausgeben? Kann man mit einem 200€ Windows Tablet nicht das gleiche erreichen, natürlich nur wenn man keinen Markenfetisch hat?

Irgendwie hat man bei Apple inzwischen immer abstrusere Ideen was Hard- und Software angeht. Früher gab es auch einige Ideen die radikal waren, wie zum Beispiel optische Laufwerke zu streichen. Aber ich glaube die Ideen beim neuen MacBook sind schon zu radikal.

Vielleicht sollte man sich in Cupertino mal lieber wieder Gedanken machen wie man gute Software schreibt, anstatt den Leute mit teurem Zubehör das Geld aus der Tasche zu ziehen.

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